Der Best Blog Award: Eine Recherche

Das Best-Blog-Icon, analysiert

Das Best-Blog-Icon, analysiert

Wurden Sie schon einmal für einen Blogger-Award nominiert? Haben Sie sich gefreut? Sich freudig bedankt? Oder waren gsie insgeheim irritiert, weil man sie für etwas nominiert hat, worauf sie gar nicht stolz sind? Haben sie sich vielleicht sogar richtig geärgert, weil sie ein Icon einbinden sollten, das so gar nicht zu ihrem mühsam erarbeiteten Design passt?

Vor über einem Jahr bot man mir den „Best Blog Award“ zum ersten Mal an. Anfang des Jahres wurden meine beiden Blogs AliceScheerer.de und SlowLifeLab.de nahezu zeitgleich von unterschiedlichen Bloggern nominiert. Ganz ehrlich: Ich mag das Icon nicht. Deshalb habe ich die erste „Verleihung“ ignoriert. Und so ganz nachvollziehen kann ich bis heute nicht, warum sich ernsthafte, bekannte Blogger plötzlich ein kleines nasenloses Mädchen ins Blog pinnen. Da es mir aber widerstrebt, ohne Hintergrundwissen zu lästern und ich die mit dem Award verbunden Fragen von Wibke Ladwig und Daniela Dreuth sehr klug fand, habe ich mit dem Award das gemacht, was ich mit allem Unbekannten mache: Ich habe seine Geschichte recherchiert.

Eine kurze Geschichte der Awards

Die Geschichte der Blog-Awards ist in etwa so alt, wie die Wahrnehmung von Blogs in der breiteren Öffentlichkeit. Grob kann man sie in Wettbewerbe, Achtungsbekundungen und viral verteilte Awards unterteilen.

  • Klassische Wettbewerbe haben einen Anfang und ein Ende, ihre Ergebnisse kommen durch Mehrheitsentscheide oder eine benannte Jury zu Stande. Einer der ersten klassischen Wettbewerbe für Blogs mit verschiedenen Kategorien ist „the webblog awards“1. Diese Awards werden seit 2001 verliehen. In Deutschland werden innovative Web-Projekte seit 2001 mit dem Grimme Online Award ausgezeichnet.
  • Achtungsbekundungen werden von einem bestimmten Blogger spontan und nach Gutdünken verliehen. Sie sind an keine Regeln gebunden. Im Gegensatz zum viral verteilten Award ist der Ursprung des Preises nachvollziehbar, zum Beispiel durch den Namen des Verleihers im Logo. Im Jahr 2009 waren diese Achtungsbekundungen sehr beliebt. Ein Beispiel ist der „Beautiful Blog Award“, kurz „BB Award“, vergeben von der Bloggerin Margot auf Coffeeandvanilla.com.
  • Viral verteilte Blog-Awards sind genau genommen keine Preise, sondern Kettenbriefe. Die Quelle des Preises ist nicht im Icon vermerkt und wird auch nicht im Begleitschreiben genannt. Stattdessen kommen sie mit einer Anleitung, die Vorgaben zur Verteilung enhtält. Wie bei Kettenbriefen üblich, steht der Empfänger unter Druck, den „Preis“ gemäß der Vorgaben zu verteilen. Der Druck ensteht hierbei nicht durch Drohungen, sondern allein durch die Sichtbarkeit und Nachvollziehbarkeit des „Tags“ bzw. der Nominierung.
    Eine positive Konsequenz von Awards ist die bessere Verlinkung des Blogs durch Backlinks.

Obwohl Blog-Awards nicht wie Kettenbriefe aus der Kinderzeit handschriftlich kopiert werden, verändern sie sich auf ihrer Reise durchs Netz. Sie teilen dadurch viele Eigenschaften mit Internet-Memen2 und können als solche bezeichnet werden.

Der Gorgeous Blogger Award

Der Gorgeous Blogger Award

Der Gorgeous Blogger Award

Wer die Aufschrift des Best Blog Awards für kitschig hält, kennt die ursprüngliche Beschriftung nicht. Seinen ersten Auftritt hatte das nasenlose Mädchen im Logo des „Gorgeous Blogger Awards“. Er wurde Ende 2009 populär.
Der mit diesem Award nominierte Blogger bzw. die Bloggerin wurde offiziell als „gorgeous“, also umwerfend, hinreißend, toll oder großartig bezeichnet. Im Gegenzug mussten 6 bisher unbekannte Fakten offen gelegt werden.

Die Anleitung variierte.

04.09.2009Die Bloggerin FeistySkies aus Singapur erhielt den „Gorgeous Blogger Award“ verliehen. Sie zitiert folgende Anweisungen:

  • Include the award on your blog or post
  • Share with everyone six interesting facts about yourself
  • Nominate as many bloggers as you like
  • Be sure to link the nominees within your post
  • Let them know that they received this award through their tagboards or private message them
  • Share the love and link this post so that everyone will know the person whom you received your award from

19.10.2009Die Bloggerin Latrina von Of Trees & Hues schreibt:

I need to share seven interesting facts about moi & also past the award on to seven other lovely bloggers!

30.10.2009Cathy Keller vom Blog A bit of the Blarney:

By accepting this award I am required to tell you six things about myself that you don’t know and then award it to six other gorgeous bloggers.

Leider wurde die Pflicht zur Verlinkung des Award-Verleihers nicht immer überliefert. Der Backlink wurde oftmals weggelassen und stattdessen nur der Vorname des Nominierenden, oft ohne Blogname, genannt. Das macht die Verfolgung zwar nicht unmöglich, gestaltet sie aber recht umständlich.

Eine überraschende Adaption

Etwa 2010 wurde aus dem Logo des „Gorgeous Blog Award“ der „Best Blog Award“ abgeleitet. Der Mehrheit verborgen blieb vermutlich diese parallele Ableitung:

Logo des Cannonball Catholic Blog Awards

Logo des Cannonball Catholic Blog Awards 2010

Dies ist ein Werbebanner für die „Cannonball Catholic Blog Awards“ im Jahr 2010. Der Award selbst ist übrigens der Pokal, den die nasenlose Heilige in Händen hält. Die „Cannonball Catholic Blog Awards“ waren ein Wettbewerb mit unterschiedlichen Kategorien, zum Beispiel „More catholic than the pope“, „Best Blog by a Heretic“ oder „Best Potpourri of Popery“. Veranstaltet wurden sie bis 2011 vom katholischen, angenehm ironischen Blog The Crescat.

Grenzenloser Querschnitt der Bevölkerung

Ein Icon, viele Geschichten

Ein Icon, viele Geschichten

Sowohl der „Gorgeous Blogger Award“ als auch der „Best Blog Award“ wurden von den verschiedensten Bloggern angenommen und weiterverteilt. Wie bereits im Beitrag über die re:publica 2014 erwähnt, ist Bloggen als Hobby schon lange nicht mehr nur in einer homogenen Gruppe üblich. Blogs bieten einen nahezu vollständigen Querschnitt der Weltbevölkerung mit Netzzugang.

Der „Best Blog Award“ wurde auch von muslimischen Bloggerinnen verliehen. Zum Beispiel von „b.p.“ auf „Staircase to Jannah“3.
Sie leitete einen Aufruf eines Bloggerinnennetzwerks weiter, das mit dem Best Blog Award augenscheinlich ein Problem zu lösen suchte4. Ihr Sponsor, ein Hersteller von auf Muslimas zugeschnittener Mode, übte Druck aus. Das Netzwerk sollte wachsen. Über eine Aktion rund um den Best Blog Award sollten neue Mitgliedern angezogen werden.

Auch einer katholische Bloggerin aus Australien wurde der Award verliehen. Neben dem Gorgeous Blogger Award blickt Therese auf eine abwechslungsreiche Liste religiöser und weltlicher Awards zurück. Selbst ein Kloster in Georgetown beantwortete die Fragen des Gorgeous Blogger Awards.

Eine südafrikanische Bloggerin gab statt der ihr aufgetragenen sechs Dinge über sich selbst, sechs Fakten über Aids preis. Anlass war der Welt-Aids-Tag. Eine weitere Südafrikanerin erstellte daraufhin eine Liste mit 10 Fakten über das Borderline Syndrom.

Im Jahr 2013 ist die Variante mit 11 neuen Fragen über Mamablogger und Papablogger bei deutschen Reise-, Musik- und Buchbloggern angekommen und wird sogar von männlichen (Nicht-Papa-)Bloggern akzeptiert. Allerdings lassen diese, wie zum Beispiel Bruder Leichtfuss, das nasenlose Mädchen einfach weg, oder entfärben es zumindest, wie Johannes Korten in seinem Jazzblog.

Zuletzt wurde der Award nahezu geadelt. Die Museumsbloggerin Tanja Praske verteilte ihn nicht nur an verschiedenste Museen, sondern erwähnte ihn auch als Beispiel für gute Blogger-Aktionen bei der Tagung „Archive 2.0“ am 03.04.2014 in Stuttgart.

Sie hatte den Award übrigens von Anke von Heyl (Kultur-Event-Büro) erhalten, einer der Organisatorinnen des stART-Camp Köln 2013.

Die Regeln des Best Blog Award – Kurzchronik

Gorgeous Blogger vs. Best-Blog-Award

Gorgeous Blogger vs. Best-Blog-Award

Nach der Ableitung blieb es bei den sieben Aussagen über sich selbst. Auch die Anzahl der Blogs, an die der Award verteilt werden sollte, blieb gleich. Später kamen fixe Fragen hinzu, meistens 11 oder 12. Diese gelangten mit hoher Wahrscheinlichkeit, aus einer Kombination mit dem „Liebster Award“ in den „Best Blog Award“.

19.11.2010Auf dem Weg in den deutschsprachigen Raum ging das Regelwerk partiell verloren. Die Schweizerin Mirjam Hüberli von literatur-revue.ch schreibt:

Erfreulicherweise sind diesmal keinerlei Regeln, oder andersweitigen Aufgaben mit dem Award verknüpft, so dass ich mich daran einfach nur erfreuen kann.

Auch die vorhergehenden und nachfolgenden Preisträger freuen sich über die simple Verteilform.

Hierbei handelt es sich aber nur um einen einzelnen Strang. Andere deutsche Blogger und Bloggerinnen kennen einen Teil oder alle Regeln, die schon für den „Gorgeous Blogger Award“ galten. Fragen werden noch keine genannt.

13.07.2011Diana von „I need Sunshine“ schreibt:

Die Regeln zum Award lauten wie folgt:

1. Akzeptiere den Award, indem du den Namen/Blog auf deinem Blog postest, von dem du ihn bekommen hast.
2. Verschenke den Award an beliebige andere Blogs, die du kürzlich entdeckt hast und hinterlasse dort einen Kommentar.

Ein Strang mit vielen Fragen und Nominierten wanderte durch Südamerika. Hier ein Beispiel:

19.07.2011Die puerto-ricanische Bloggerin Desirée von „Ladyluckbeauty“ stellte 12 Fragen und wollte 7 Fakten wissen. Fünfzehn Blogger sollten nominiert werden.

25.10.2011In der Version, die Karo von „Makeup and Beauty by Karo“ erhielt, ist um einiges aufwändiger, als die letzte deutschsprachige Version. Zwei Posts sollen geschrieben werden. Auch die Verlinkung des Verleihers ist enthalten.

Hier sind wieder die Regeln:
– Verlinke den Blog dessen der dir den Award verliehen hat.
Stelle ihn in einem Post vor
– Verleihe den Award an sieben Blogger. Du kannst den Award auch an solche verleihen, die schon einen bekommen haben und du kannst auch dem einen geben, der dir einen gab.
– Teile es den „Gewinnern“ mit.
– Schreibe ein Post über deine Verleihung, in welchem du die verlinkst, die den Award bekamen.

14.02.2013Aus Spanien kam Anfang 2013 eine neue Version des Best Blog Awards nach Deutschland. Die Bloggerin Iris vom Blog „Honey, lace and sugar“ schreibt:

Vor einigen Tagen hat mir eine spanische Bloggerin einen Kommentar auf Spanisch hinterlassen, sie hätte mich für den Best Blog Award nominiert […] ich finde es an sich wirklich eine gute Sache und genau deshalb führe ich es jetzt auf Deutsch fort. 5

Die Version aus Spanien grenzt die Zielgruppe des Awards auf Blogs mit weniger als 200 Followern ein. Elf fixe Fragen sollen beantwortet werden. Iris wandelte bereits ein paar davon ab, da sie über Mode bloggt und ihr einige Fragen zu „kochlastig“ waren. Sagenhafte zwanzig Blogger sollen den Award erhalten.

Da nur wenige Bloggerinnen rein monothematische Blogger-Bekanntschaften pflegen, entwickelte sich ein Ping-Pong zwischen Mode- und eher kochlastigen Blogs. Die eigentlich fixen Fragen wurden immer wieder abgewandelt und die abgewandelten Versionen verteilten sich parallel durch die Blogosphäre.

12.03.2013Auf die Idee, bei jeder Weitergabe neue Fragen zu stellen, kamen mehrere deutsche Blogger. Die Bloggerin Maren von „rheintopf“ kombinierte zwei Awards, die sie zeitgleich erhalten hatte: „Aktion 11“ und „Best Blog Award“. Die Bloggerinnen, die den Award von ihr erhielten, zum Beispiel Claudia von Le Boneheur Gouteux, hatten einiges zu tun. Elf Fragen mussten beantwortet, elf Fakten genannt und elf neue Fragen gestellt werden.

13.12.2013Der Outdoorblogger Jörg vom Blog Minimulis begründete seine Fragenliste so: „Das Stöckchen enthält 11 Fragen, die ich spontan beantworte und damit es Euch nicht langweilig wird, hänge ich gleich noch 11 neue an. Damit weiche ich zwar vom eigentlichen Blockstöckchengedanken ab, aber es macht mehr Spaß“. Jörg kannte den „Liebster Award“ scheinbar noch nicht.

Der Liebster-Blog-Award

Vermutlich die erster Variante des "Liebster Blog Awards"

Vermutlich die erster Variante des „Liebster Blog Awards“

Der „Gorgeous Blogger Award“ und sein Zwilling wanderten von den USA nach Deutschland. Im Gegenzug dazu geistert der „Liebster Award“ aus Deutschland um die Welt.

Mindestens eine US-Bloggerin, Sopphey Vance, wurde angesichts des Namens stutzig und recherchierte seine Geschichte6. Sie kam bis zu einem Beitrag auf „Birdy of Paradise bzw. Bird of a Paradise“ im Dezember 20127.

Jasmin, die Bloggerin von Bird of a Paradise, beschreibt den „Liebster Award“ folgendermaßen:

Das Ziel, dieser Aktion ist, dass wir unbekannte, gute Blogs an’s Licht bringen, deswegen würde ich euch bitten keine Blogs zu Posten, die ohnehin schon 3000 Leser haben,  sondern talentierte Anfänger & Leute, die zwar schon ne Weile bloggen, aber immer noch nicht so bekannt sind.

Die Definition eines „unbekannten“ Blogs variiert also zwischen 200 und 3000 Lesern bzw. Followern.
Das einfache Design des „Liebster Awards“ bzw. „Liebster Blog Awards“ hat möglicherweise zur Entwicklung neuer Varianten inspiriert. Hier eine kleine Auswahl:

Verschiedene Varianten des "Liebster Blog Awards"

Verschiedene Varianten des „Liebster Blog Awards“

Alternative Award-Icons

Der ausgegraute Best-Blog-Award, by Johannes Korten

Der ausgegraute Best-Blog-Award, by Johannes Korten

Das Design des „Best Blog“-Awards ist komplexer. Vermutlich wurde er daher nur selten abgewandelt.
Wer, wie ich, gegen die Variante mit elf fremden und elf eigenen Fragen gar nichts einzuwenden hat und sich nur gegen gegen das Pinkibunti-Mädchen sträubt, für den habe ich drei Alternativen:

Best-Blog-Award grau, ohne Randverzierung, mit Brille (by Alice Scheerer)

Best-Blog-Award grau, ohne Randverzierung, mit Brille (by Alice Scheerer)

Konzeptstudie: Werkzeug statt Blumen

Konzeptstudie: Werkzeug statt Blumen

Fazit und Frage

Also, warum gondelt ein rosa Icon, das genau genommen nur zu Blogs mit verspieltem Design passt, jahrelang durch die Blogosphäre?
Weil sich alle, egal ob Kochbloggerin, bloggender Borderliner, Pappablogger oder modebloggende Muslima, gleichsam über Aufmerksamkeit freuen? Was sagen Sie dazu? Ich freue mich über Ihre Begründungen, Ideen und Gedanken!

  1. Wikipedia über the webblog awards.
  2. Mehr über Internet-Phänomene hier, über Meme hier
  3. Abrufdatum 06.06.2014
  4. Abrufdatum 06.06.2014
  5. Iris erhielt den Kommentar von http://sheibp.blogspot.de/.
  6. Hier der Artikel von Sopphey Vance über den „Liebster Award“.
  7. Die bereits erwähnte „Aktion 11“ ähnelt dem „Liebster Award“ sehr stark und wird bisweilen als Synonym genannt. Ihre Geschichte habe ich jedoch nicht erforscht. Hier ein Beispiel.

Veröffentlicht von

Alice Scheerer ist Diplom Informationswirtin und freie Online-Redakteurin. Auf AliceScheerer.de bietet sie einen Blick hinter ihre fachlichen Kulissen und berichtet von Weiterbildungen, Konferenzen und präsentiert Beispieltexte. Gefallen gefunden? Mehr über ihre Dienstleistungen auf der Startseite. Beispiele für Texte rund um das Wiederverwenden bewährter Produkte, Techniken und Traditionen finden Sie auf SlowLifeLab.de.

22 Kommentare

  1. Liebe Alice,

    vielen Dank für die Ursprungs-Geschichte des Best Blog Award. Dass diese schon länger zurückliegt, dachte ich mir. Die (Weiter-)Entwicklung und unterschiedlichen Abzweigungen, die das Blockstöckchen genommen hat, finde ich spannend – danke dafür!

    Allgemein zum Format des Blogstöckchens, positiv wie negativ, kann ich noch Tine Nowaks Blogpost dazu empfehlen: http://tinowa.de/2013/06/01/apport/

    „Geadelt“ – holla … In der Tat ist es das erste Blogstöckchen, dass ich länger verfolgte, denn das, was die Museen daraus gemacht haben, war absolut prima. Ungewöhnliche Einblicke vermittelten sie einerseits, andererseits erkannten sie es auch als das, was es ist, nämlich ein Medium der Vernetzung der Blogosphäre. Die Fragen, die sie erneut aufstellten und weiterwarfen zeigen, dass sie sich damit auseinandergesetzt haben und dabei sogar Spaß hatten – Volltreffer pro Authentizität, Personalisierung und Blogger Relations.

    Drei Institutionen stehen bei mir noch aus. Einen Nachbericht werde ich dazu noch schreiben, denn der Weg, den dieser Weiterwurf genommen hat, ist famos, mitunter landete es in England und Frankreich – klasse, oder?

    Vielen Dank nochmals für diese arbeitsintensive Historie. Bei mir liegt noch immer ein weiteres Blogstöckchen, das ich noch bearbeiten werde, aber das ist ja auch das Gute an dem Format: Man nimmt es an, lässt es liegen oder beantwortet es später.

    Sonnige Grüße aus München

    Tanja Praske

    P.S.: Tolles WP-Theme und Design :-)

    • Liebe Tanja,

      vielen Dank für Deinen informativen Kommentar. Den Weg des Stöckchens durch die Museumsblogs habe ich mir noch gar nicht so genau angesehen. Ich hatte mich zu sehr auf das arme kleine Mädchen eingeschossen. Ich bin gespannt auf Dein Fazit!

      Gestern Abend war ich zum ersten Mal auf Tine Nowaks Blog, weil mir ein Tweet mit dem Satz „Ich habe keine Hobbies, ich habe Interessen“ aufgefallen war. Und nun hat sie auch noch so sympathisch über Blogstöckchen geschrieben … Wir sollten uns wohl mal kennenlernen.

      Ich habe die Fragen von Wibke und Daniela schon vor einiger Zeit beantwortet. Dann kamen die Zweifel, dann die Recherche … und jetzt, in den Ferien, genügend Zeit, um dem Recherche-Blogpost den letzten Schliff zu geben. Die Antworten werden in den nächsten Tagen folgen. Vielleicht brauchen die Museen, deren Antworten noch ausstehen, ja auch nur freie Ressourcen und/oder einen Ruck.

      Liebe Grüße vom Neckar

      Alice Scheerer

      P.S.: Pohutukawa ist wirklich schön … wenn ich mich recht erinnere, sah ich es zum ersten Mal in Deinem Blog :-)

  2. Liebe Alice,

    ich finde ja sehr spannend, was du da herausgefunden hast. Aber ich finde es amüsant, welche Fragen du dir über das Design stellst. Ich vermute jetzt einfach mal, dass sich die meisten Blogger genau so viele Gedanken über das Design des Award-Bildchens gemacht haben wie ich: keine.

    Das passt nicht zu meinem Blogdesign? Der Gedanke ist mir überhaupt nicht gekommen. Das Mädchen hat keine Nase? Habe ich nicht mal bemerkt. Es ist rosa? Ich habe nichts gegen rosa, aber bei mir kam es ohnehin grau an, was mich zwar wunderte, aber auch zu keiner weiteren Aktivität veranlasste. Ich stelle ja auch all die Cover der rezensierten Bücher ein, ohne sie auf ihre „Passgenauigkeit“ zu prüfen.

    Mir wurde ein Preis verliehen, ich fand das nett, obwohl ich mir der Bedeutungslosigkeit bewusst war. Ich habe mitgemacht, weil es Spaß machte. Ich habe auch die Regeln etwas verändert, weil sie mir so besser gefielen. In meinem Blog bin schließlich ich die Chefin.

    Und genau das ist es, was ich an der Bloggerwelt so liebe: Man hat (fast) die absolute Freiheit, etwas in seinem Blog zu tun oder zu lassen. Wer keine Stöckchen oder Awards mag, macht einfach nicht mit. Wem ein Bild nicht gefällt, der lässt es einfach weg.

    LG
    Daniela

  3. Wie cool. Danke für die ausführliche Beschreibung!! Ja, auch ich hatte mich geehrt und geadelt gefühlt, als mir der Blogger Award in Form eines Stöckchens zugeworfen wurde. Mei… wenn’s halt so schön ist… Was ich wirklich klasse finde an diesen Aktionen ist eben die Vernetzung. Durch die Links stößt man auf neue Blogs und Kontakte – auch international – das hätte ich sonst nicht hinbekommen. Außer auf einer der vielen Blogger-Konferenzen und Blogger-Stammtischen. Auch hier gibt es ja inzwischen Kraut & Rüben. Bei der re:puublica war ich nicht – aber vielleicht sieht man sich ja wieder mal in Frankfurt?

  4. Haha, ich glaube, den ersten hast du von mir bekommen, stimmts? Ich wollte damals einfach mehr erfahren über die Bloggerinnen, die ich in Frankfurt kennenlernen konnte und habe mitgemacht. Ob das Motiv nun optisch zum Blog paßt oder nicht, das war kein Kriterium für mich. Fremde Logos können eigentlich nie wirklich passen, das finde ich aber auch nicht schlimm.

    Finde es aber klasse, nun etwas über die Geschichte dahinter zu erfahren und bin froh, daß der Ursprung nicht aus Versehen einen negativen Hintergrund hat.

    Ich kann Bärbel nur zustimmen, wann sehen wir uns mal weider in Frankfurt?

    Liebe Grüße, Claudia

    • Liebe Claudia,

      ja, der kam tatsächlich von Dir. Du hast recht, fremde Logos passen selten perfekt. Deshalb freue ich mich immer über eine kleine Auswahl. Die gibt es nun ja auch für den Best Blog Award.

      Was mich damals noch störte, war die anfängliche Begrenzung auf Blogs mit weniger als 200 Followern. Ein Preis für Erfolglosigkeit? Na toll! Aber wie ich inzwischen gelernt habe, bin ich in solchen Angelegenheiten überdurchschnittlich pingelig.

      Ich hätte wirklich gerne das allererste Best-Blog-Award-Icon gefunden. Aber ich bin mir sicher, dass es keinen negativen Hintergrund hat. Damals waren Blog eher Tagebücher und wurden oft von besonders sensiblen Leuten geführt.

      Mal wieder nach Frankfurt fahren? Warum eigentlich nicht?! Wir sehen uns spätestens auf der Buchmesse!

      Liebe Grüße vom Neckar

      Alice

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  8. Was für eine Fleißarbeit!
    Danke schön!

    Sollte ich den Award noch einmal erhalten, werde ich die Angelegenheit entspannter betrachten. Ob ich antworte hängt aber ganz von den Fragen ab.

    Liebe Grüße
    Dagmar

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  11. Pingback: Liebster Award 2015 | Lehrerzimmer

  12. Liebe Alice,

    eine tolle Zusammenfassung mit so viel Hintergrund. Deine Seite war mir nun sehr wertvoll, als ich zum Liebster Award recherchiert habe, weil ich nominiert wurde und gerne wissen wollte, was es damit auf sich hat. Deshalb habe ich jetzt deine Seite auf der meinen auch als wichtige Quelle angegeben :-)
    Damit du siehst, in welchem Zusammenhang du erwähnt wirst, gebe ich dir hier den Link wieder: http://www.rosemarie-benke-bursian.de/%C3%BCber-mich/liebster-award/
    Für den einen oder anderen ist es vielleicht auch interessant, was ich noch speziell zum Liebster Award recherchiert habe.

    Liebe Grüße
    Rosemarie
    http://www.rosemarie-benke-bursian.de

  13. Pingback: Bloggen für den “Liebster Award” › MiSha . at

  14. Hallo,

    vielen Dank für diesen Artikel, wäre nur schön gewesen, wenn du am Ende Tipps gegeben hättest, was man mit solchen Nominierungen am besten machen sollte… :(

    Viele Grüße aus Tokio,
    Tessa

    • Liebe Tessa,

      es freut mich, dass Dir der Artikel gefallen hat.
      Wenn Dir die Fragen gefallen und dir die Bloggerin, der Blogger und das Blog sympatisch ist, kannst Du die Nominierung akzeptieren.
      Mit der Social-Media-Ikone Wibke Ladwig und der Kinderbuchbloggerin Daniela Dreuth hatten mich ja zwei sehr liebe und mir bekannte Blogger nominiert. Ihre Fragen waren interessant und ihre Blogs sind garantiert nicht von Google-Strafen oder Spamverdacht betroffen.
      Deshalb habe ich nach der Recherche beide Nominierungen akzeptiert und die Fragen beantwortet. Neue Fragen habe ich auch gestellt, aber das Nominieren weiterer Blogger war mir unangenehm. Deswegen habe ich die Nominierung wie ein Stöckchen freigestellt. Jeder darf sie sich nehmen.

      Was Du tun sollst, wenn du die Nominierung akzeptieren möchtest, sollte in dem Blogpost stehen, mit dem Du nominiert wurdest. Du kannst es akribisch abarbeiten, oder so abwandeln, dass Du dich damit wohlfühlst.

      Herzliche Grüße aus Neckargemünd

      Alice Scheerer

  15. Sehr interessanter Beitrag! Ich war gerade ganz überrascht, dass ich auch erwähnt werde ;-) Aber tatsächlich habe ich am Anfang, als mein Blog noch recht jung war, viel und gerne an solchen Blog Awards teilgenommen. Gerade wenn man noch wenig Leser hat freut man sich über diese Art von Aufmerksamkeit und es ist eine tolle Möglichkeit der Vernetzung. Ich habe dadurch tolle Blogs kennengelernt, die ich seitdem seit vielen Jahren lese.

  16. Pingback: Mein Liebster Award • Seh-N-Sucht

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