Best Blog Award: Elf Fragen, Elf Antworten

Best-Blog-Award

Der Best-Blog-Award

Wibke ist eine Muse. Eigentlich freue ich mich immer über ihre Ideen. Ich war schon zwei Mal auf dem bisher von ihr mitorganisierten stART-Camp Köln. Ich habe bereits ihr Buchstöckchen gefangen und an ihrer Blogparade zum Thema Berufe teilgenommen.

Diesmal stellte mich Wibke Ladwig, die neben ihrer Tätigkeit als Muse die Kommunikationswerkstatt Sinn und Verstand leitet, auf eine harte Probe. Nicht ihre elf Fragen waren das Problem, sondern das ziemlich alberne Icon, das ich in mein berufliches Blog pinnen sollte. Sie hatte die ausgegraute Variante von Johannes Korten/Jazzlounge erhalten.

Getreu dem Motto:

In jeder Schwäche lässt sich eine Stärke finden

beschäftigte ich mich so lange mit dem „Best Blog Award“, bis ich seine Ausmaße und seine Geschichte gefunden hatte. Das Ergebnis können Sie im Beitrag Der Best Blog Award: Eine Recherche nachlesen. Wichtigstes Fazit: Der Best Blog Award überwand nicht nur internationale, sondern auch ideologische Grenzen.

Wibke Ladwig fragt, Alice Scheerer antwortet

Wenn sogar das Östereichische Jüdische Museum und das Historische Museum Frankfurt den Award annehmen, kann ich mich schlecht zieren …

1. Wonach schmeckte Deine Kindheit?

An guten Tagen nach handgeschabten Spätzle, die im Wasser zu ausgewachsene Spatzen wurden. Zum Abschluss wurden sie in Butter geschwenkt. Mein Lieblingsessen.
An schlechten Tage nach einer Mischung aus Weinessig, Öl, Salz und Petersilie, die jeden Salat in Sekunden zu einer schlaffen, sauren Pampe werden ließ. Bis heute esse ich Salatblätter und Gurkenscheiben am Liebsten roh.

2. Feierst Du gern Deinen Geburtstag? Oder ist das ein Tag, der Dich eher gruselt oder gar lästig ist?

Mein Geburtstag ist immer Feiertag. Anstatt wild hineinzufeiern habe ich ihn in den letzten Jahren meistens für einen schönen Ausflug mit der Familie genutzt. Im letzten Jahr waren wir zum Beispiel auf der Wachtenburg1 und aßen, wie es sich für mich als Pfälzerin gehört, Schwartenmagen mit Brot und Zwiebeln.

Schwartenmagen mit Ausblick

Schwartenmagen mit Ausblick

Entgegen guter Argumente bin ich ganz heimlich davon überzeugt, dass sich Hans Dietrich Genscher für meinen Geburtstag als Tag der Deutschen Einheit eingesetzt hat. Schließlich hatte er mir ein paar Jahre zuvor ein gewidmetes Autogramm zum Geburtstag geschickt. Aber das ist eine andere Geschichte.

3. Tanzt Du gern? Und wenn ja: heimlich oder auch öffentlich?

Bis vor Kurzem war ich überzeugte Nicht-Tänzerin und taute nur in dunklen Etablissements mit leistungsstarker Nebelmaschine auf. Nun mache ich mit fremden Frauen Zumba und schäme mich jedes Mal weniger. Am letzten Wochenende tanzte ich sogar paarweise Walzer und „Schottische“. Unglaublich, aber wahr: Schrittfolgen kann man auch jenseits der 35 lernen.

4. Was machst Du, wenn Du auf eine Party gerätst, wo Du niemanden kennst?

Rumstehen und schön aussehen. Wenn das nicht hilft: Vor die Tür zu den kontaktfreudigen Rauchern gehen. Das wäre unauffälliger, wenn ich noch rauchen würde. Oft stehe ich bis zum Ende schön rum.

5. Kunst und Kultur oder Kommerz und Kapital? Und wieso das Eine und nicht das Andere?

Gebrauchskunst und Gebrauchskultur für alle. Alles andere ist nutzlos.

6. Welchen Ohrwurm hast Du, jetzt, in diesem Augenblick? 

Seit dem Lesen dieser Frage: das Biene-Maja-Lied.

7. Magst Du Deine Handschrift?

Es geht so. Mein Geschichtslehrer drückte es einmal so aus: „Dass sie groß ist, macht sie nicht lesbarer.“

Meine Hashtags: Tradition, Recherche, Laboratorium

Meine Hashtags: Tradition, Recherche, Laboratorium

8. Die Butterbrot-Frage: welches Brot und was wäre auf Deiner Stulle, wenn Du jetzt eine haben könntest?

Butter mit Salz und Pfeffer. Geht immer.

9. Worüber hast Du Dich zuletzt geärgert?

[Beliebiges Thema aus dem Spektrum „Eltern und Schule“ einsetzen].

10. Was hat Dich zuletzt glücklich gemacht?

Richtig euphorisch bin ich, wenn ich beim Recherchieren von Produktgeschichten überraschende Zusammenhänge finde. Wenn zum Beispiel ein Gebäude prominente Vorbesitzer hatte, oder ein Geschäftspartner mir bekannte Nachfahren. Ein Promi-Beispiel: Charles Darwin konnte nur forschen, weil sein Vorfahre Josiah Wedgewood Geld mit Steinzeug erwirtschaftete.

Es freut mich natürlich immer, wenn sich jemand für meine Dienstleistungen als Online-Redakteurin interessiert.

11. Was hat das Internet für Dich am meisten verändert?

Das Internet erleichtert nicht nur die Suche nach Gleichgesinnten, sondern auch das Halten von Kontakten. Es war zwar auch früher möglich Gleichgesinnte zu finden, zum Beispiel über Kleinanzeigen in Fachzeitschriften oder überregionale Vereine. Aber kostengünstige Dauergespräche konnten nur CB-Funker und vielleicht Brieftaubenzüchter führen. Alle anderen mussten auf Briefe oder das nächste Vereinstreffen warten. In Zeiten offener und geschlossener Foren sind Gleichgesinnte (auf Wunsch) rund um die Uhr dabei.

Durch SocialMedia ist es sogar möglich Gleichgesinnte zu finden, wenn man so wenig konkretisierbare Hobbies wie ‚Lesen und Denken‘ hat.

Meine 11 Fragen

Wie bei Blogstöckchen, Awards und Blogger-Events üblich, verwende ich hier die Du-Form. Auch die oben erwähnten Museen beantworteten Tanja Praskes in der Du-Form gestellten Fragen. An sich habe ich für dieses Blog eine förmlichere Anrede gewählt. Antworten auf umformulierte Fragen in der Sie-Form werden selbstverständlich akzeptiert.

1. Wie hast Du Informationen (z.B. Ansprechpartner, Adressen) gefunden, als Du noch keinen Internetzugang hattest?

2. Hattest Du als Kind Brieffreunde oder warst Du Mitglied in einem Briefclub?

3. Wie hast Du Dich in der Schulzeit über Berufe und Arbeitsstellen informiert?

4. Hast Du schon einmal einen Informationsspezialisten beauftragt, also jemanden, der etwas für Dich sucht oder Informationen aufbereitet?

5. Was war Dein erstes technisches Gerät?

6. Hast Du Dich schon einmal für die Geschichte eines Produktes interessiert? Welches Produkt war das?

7. Als kleines Kind dachte ich, dass die Steinzeit ungefähr im Jahr 1900 endete. Bis ich ein Bild von 1900 sah, auf dem die Leute keine Felle, sondern relativ normale Kleidung trugen. Wann wurde Dir bewusst, wie lang und vielfältig unsere Geschichte ist?

8. Ab und an schabe ich, wie meine Oma, ausgewachsene Spatzen. Eine Spätzlepresse kommt mir nicht ins Haus. Gibt es etwas Umständliches, Altmodisches, das Du trotzdem machst?

9. Gibt es ein Blogposting, auf das du besonders stolz bist? (Frage von Kinderohren)

10. Welche Blogs haben Deinen Horizont erweitert?

11. Warst Du schon einmal auf einem Bloggertreffen? Welche Veranstaltung sollte man als Blogger auf keinen Fall verpassen?

Nominiert?

Nachdem ich ausführlich mit der Nominierung gehadert habe, kommt es mir ein wenig unfair vor, selbst weitere Blogger zu nominieren. Soll ich es trotzdem tun? Gerne lasse ich mich von klugen Kommentaren überzeugen und nehme Nominierungsvorschläge an.

Bis dahin lege ich die Fragen als Stöckchen aus. Wer sie gerne beantworten möchte, darf es tun. Über einen Backlink freue ich mich sehr und werde die Antworten hier verlinken.

Hier noch einmal die Award-Icon-Alternativen.

Best-Blog-Award grau, ohne Randverzierung, mit Brille (by Alice Scheerer)

Best-Blog-Award grau, ohne Randverzierung, mit Brille (by Alice Scheerer)

Konzeptstudie: Werkzeug statt Blumen

Konzeptstudie: Werkzeug statt Blumen


Der Best Blog Award

Das Orginal (a.k.a. Pinki-Bunti)

Veröffentlicht von

Alice Scheerer ist Diplom Informationswirtin und freie Online-Redakteurin. Auf AliceScheerer.de bietet sie einen Blick hinter ihre fachlichen Kulissen und berichtet von Weiterbildungen, Konferenzen und präsentiert Beispieltexte. Gefallen gefunden? Mehr über ihre Dienstleistungen auf der Startseite. Beispiele für Texte rund um das Wiederverwenden bewährter Produkte, Techniken und Traditionen finden Sie auf SlowLifeLab.de.

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